Polster & Pohl

Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Abschluss des Reisevertrages

a) Mit der Buchung (Reiseanmeldung) bietet der Reisende P&P den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an. Grundlage dieses Angebotes sind die Reisebeschreibung und die etwaigen ergänzenden Informationen von P&P, soweit sie dem Reisenden vorliegen. Die Buchung kann schriftlich, mündlich, telefonisch, per Telefax oder auf elektronischem Weg erfolgen. Der Vertrag kommt mit Annahmeerklärung von P&P zustande. Diese bedarf keiner bestimmten Form. Bei oder unverzüglich nach Vertragsabschluss übermittelt P&P dem Reisenden eine schriftliche Reisebestätigung. Hierzu ist P&P nicht verpflichtet, wenn die Reisebuchung weniger als 7 Tage vor Reisebeginn erfolgt.
b) Kurzfristige Buchungen zwei Wochen vor Reisebeginn und kürzer führen durch sofortige Bestätigung bzw. durch die Zulassung zur Reise zum Vertragsabschluss.
c) Weicht die Reisebestätigung von P&P von der Reiseanmeldung des Reisenden ab, so ist P&P 10 Tage an dieses neue Angebot gebunden. Der Kunde muss innerhalb dieser Frist dieses neue Angebot bestätigen. Diese Bestätigung kann mündlich, fernmündlich oder schriftlich erfolgen.
d) Bei ausdrücklich im Prospekt etc. als vermittelt beschriebenen Leistungen wird P&P nur als Vermittler der Leistung tätig. Im Fall der Reisevermittlung ist die Haftung seitens P&P ausgeschlossen, soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegen und die Hauptpflichten von P&P aus dem Reisemittlervertrag betroffen sind oder zugesicherte Eigenschaften fehlen. P&P haftet insofern grundsätzlich nur für die Vermittlung, nicht jedoch für die vermittelten Leistungen selbst. Für den Vertragsabschluss gelten die Bestimmungen der Ziffer 1 sinngemäß.

2. Zahlung

a) Nach Abschluss des Reisevertrages sind 20% des Reisepreises pro Person Zug um Zug gegen Aushändigung des Sicherungsscheins im Sinne § 651 k BGB zu zahlen. Kosten einer Reiserücktrittversicherung sind in voller Höhe nach Vertragsabschluss fällig.
b) Der Restbetrag ist bis 4 Wochen vor Reisebeginn an P&P zu zahlen.
c) Vertragsabschlüsse innerhalb von 2 Wochen vor Reisebeginn verpflichten den Reisenden zur sofortigen Zahlung des gesamten Reisepreises gegen Aushändigung des Sicherungsscheines im Sinne § 651 k BGB.
d) Die Verpflichtung zur Ausgabe eines Sicherungsscheines besteht nicht, wenn die Reise nicht länger als 24 Stunden dauert, keine Übernachtung einschließt und der Reisepreis 75 € nicht übersteigt.
e) Erfolgt die Zahlung nicht vollständig oder pünktlich, hat P&P das Recht, seinerseits vom Vertrag zurückzutreten und Ersatzansprüche in Höhe entsprechender Rücktrittsgebühren zu verlangen.
f) Bearbeitungs-, Rücktritts- und Umbuchungsgebühren sind jeweils sofort zu bezahlen.
g) Der Reisepreis für Tagesfahrten ist sofort gegen Aushändigung des Sicherungsscheins unter der Voraussetzung von Ziff. 2d zu zahlen.

3. Die Leistungen

a) Die vertraglichen Leistungen von P&P richten sich nach der verbindlichen Leistungsbeschreibung (Prospekt/Katalog) sowie der Reisebestätigung.
b) Nebenabreden, besondere Vereinbarungen, vereinbarte Sonderwünsche des Reisenden sind nur Vertragsbestandteil, wenn sie in der Reisebestätigung erfasst sind, (siehe auch 1 a)
c) Bei Ferienzielreisen, deren Dauer sich über mehrere Saisonzeiträume erstreckt, sind die Preise zu entrichten, die der jeweiligen Aufenthaltswoche entsprechen.
d) Maßgeblich für die Gewährung einer Kinderermäßigung ist das Alter des Kindes bei Reiseantritt.
e) Die Vergabe der Sitzplätze erfolgt in der Reihenfolge der Buchungseingänge, ist aber nicht Vertragsbestandteil. Veränderungen sind aus beförderungstechnischen Gründen möglich. P&P bemüht sich um die Einhaltung der ursprünglich vergebenen Sitzplätze.
f) Die Katalogangaben sind für P&P bindend. P&P behält sich jedoch ausdrücklich vor, aus sachlich berechtigten, erheblichen und nicht vorhersehbaren Gründen vor Vertragsabschluss eine Änderung der Katalogangaben zu erklären, über die der Reisende vor Buchung selbstverständlich informiert wird.
g) Für Leistungen welche nicht in unserem Vertrag eingeschlossen sind und durch unsere Partner (Hotels, Reedereien, ...) separat angeboten werden (z.B. Parkgebühren, Speisen und Getränke, Anwendungen u.ä.), sind ausschließlich die Partner in Ausführung und Preisgestaltung verantwortlich.

4. Preisänderungen

a) P&P kann ab 4 Monate nach Vertragsabschluss Preiserhöhungen des Gesamtpreises gemäß §651a Abs. 4 BGB verlangen, wenn damit nach Vertragsabschluss einer Erhöhung der Beförderungskosten, der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren, oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltende Wechselkurse Rechnung getragen wird.
b) Eine Preiserhöhung kann nur bis zum 21.Tag vor den vereinbarten Abreisetermin verlangt werden. Eine zulässige Preisänderung einer wesentlichen Reiseleistung hat P&P dem Reisenden unverzüglich nach Kenntnis von dem Preiserhöhungsgrund zu erklären.
c) Bei Preiserhöhungen nach Vertragsabschluss um mehr als 5% des Gesamtpreises kann der Reisende kostenlos zurücktreten oder statt dessen die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise verlangen, wenn der P&P in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten.
d) Die Rechte aus Ziffer 4c) hat der Reisende unverzüglich nach der Erklärung von P&P geltend zu machen.

5. Leistungsänderungen

a) Änderungen und Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und von P&P nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt werden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen.
b) Eine zulässige Änderung einer wesentlichen Reiseleistung hat P&P dem Reisenden unverzüglich nach Kenntnis des Änderungsgrundes zu erklären.
c) Im Fall der erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung kann der Reisende vom Vertrag zurücktreten oder statt dessen die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn P&P in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Ziffer 4d) gilt entsprechend.

6. Rücktritt des Kunden/Umbuchung

a) Nach dem jederzeit vor Reisebeginn möglichen Rücktritt ist der Reisende verpflichtet, soweit ihm nicht der Nachweis gelingt, ein Schaden sei nicht oder in geringem Umfang eingetreten, folgende Entschädigungen zu zahlen:
BUS-TAGESFAHRTEN:
- bis 1 Tag vor Reisebeginn 5 € pro Person
- danach 100% des Gesamtpreises
BUS-MEHRTAGESFAHRTEN und EIGENANREISE:
- bis 30 Tage vor Reisebeginn 5% des Gesamtpreises; mind. 25 € p.P.
- bis 21 Tage vor Reisebeginn 15% des Gesamtpreises; mind. 25 € p.P.
- bis 14 Tage vor Reisebeginn 35% des Gesamtpreises
- bis 7 Tage vor Reisebeginn 50% des Gesamtpreises
- bis 1 Tag vor Reisebeginn 65% des Gesamtpreises
- danach 90% des Gesamtpreises
FLUGREISEN:
- bis 30 Tage vor Reisebeginn 25% des Gesamtpreises
- bis 21 Tage vor Reisebeginn 30% des Gesamtpreises
- bis 14 Tage vor Reisebeginn 40% des Gesamtpreises
- bis 7 Tage vor Reisebeginn 60% des Gesamtpreises
- bis 1 Tag vor Reisebeginn 70% des Gesamtpreises
- danach 95% des Gesamtpreises
SCHIFFSREISEN:
- bis 30 Tage vor Reisebeginn 35% des Gesamtpreises
- bis 21 Tage vor Reisebeginn 45% des Gesamtpreises
- bis 14 Tage vor Reisebeginn 60% des Gesamtpreises
- bis 1 Tag vor Reisebeginn 80% des Gesamtpreises
- danach 95% des Gesamtpreises

Bei Stornierung von Reisen, in denen Leistungen bzw. Zusatzleistungen wie z. B. Eintrittskarten enthalten sind, ist ab 60 Tage vor Reisebeginn zu den üblichen Stornierungsgebühren der volle Preis der Zusatzleistung (z. B. Eintrittskarte) zu entrichten, sofern diese nicht anderweitig genutzt werden kann. Erfolgt die Stornierung einer Buchung nur teilweise (Anzahl, Personen, Leistungen), beziehen sich obige Entschädigungssätze auf die Differenz der Rechnungssumme. Unabhängig vom Zeitpunkt des Rücktritts sind Flugkosten zu 100% zu erstatten, da P&P diese Kosten der Fluggesellschaft in jedem Fall zu erstatten hat. P&P bleibt vorbehalten, einen im Einzelfall entstandenen höheren Schaden nachzuweisen und geltend zu machen.

b) Werden nach der Buchung der Reise Änderungen, z. B. des Reisetermins, des Reisezieles, der Unterkunft vorgenommen, erheben wir bei

Umbuchungen von Reiseterminen und Reisezielen bei Tagesfahrten, welche bis 1 Tag vor Reiseantritt erfolgen, werden gegen ein Bearbeitungsentgelt von 5,00 €/Person vorgenommen. Spätere Umbuchungen gelten als Rücktritt (Storno).

Umbuchungen von Reiseterminen und Reisezielen bei Busmehrtagesfahrten, die bis 30 Tage vor Reiseantritt erfolgen, werden gegen ein Bearbeitungsentgelt von 15,00 €/Person vorgenommen, sofern keine Stornierung vorliegt.

Umbuchungen von Reiseterminen und Reisezielen bei Busmehrtagesfahrten, die innerhalb einer Frist von 30 Tagen vor Reiseantritt erfolgen, gelten grundsätzlich als Rücktritt vom Reisevertrag (Storno) zu den unter Ziffer 6.a genannten Bedingungen.

Umbuchungen von Reiseterminen und Reisezielen bei Flug- und Schiffsreisen gelten immer als Rücktritt vom Reisevertrag (Storno) zu den unter Ziffer 6.a genannten Bedingungen verbunden mit einer Neubuchung. Sollte im Einzelfall eine Veränderung von Reisetermin und Reiseziel möglich sein, wird ein Bearbeitungsentgelt von 50,00 € p. P. erhoben.

P&P bleibt offen, einen höheren Entschädigungsanspruch nachzuweisen, dessen Höhe sich nach dem Reisepreis unter Abzug des Wertes der von P&P ersparten Aufwendungen sowie dessen bestimmt, was P&P durch anderweitige Verwendung der Reiseleistung erwerben kann.

c) Maßgeblich für den Lauf der Fristen ist der Zugang der Rücktrittserklärung bei P&P oder der Buchungsstelle. Nach Geschäftsschluss eingegangene Rücktrittserklärungen gelten erst mit Wiederbeginn der Geschäftszeit am nächsten Arbeitstag als zugegangen, es sei denn P&P nimmt eher von diesen Kenntnis. Dem Reisenden wird der schriftliche Rücktritt empfohlen.

7. Ersatzreisende

a) Der Reisende kann sich bis zum Reisebeginn durch einen Dritten ersetzen lassen, sofern dieser den besonderen Reiseerfordernissen genügt und seiner Teilnahme nicht gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegen stehen oder der Reisende für P&P unzumutbar ist.
b) Der Reisende und der Dritte haften P&P als Gesamtschuldner für den Reisepreis.
c) Der Reisende und der Dritte haften P&P als Gesamtschuldner für die durch die Teilnahme des Dritten entstehenden Mehrkosten, regelmäßig pauschaliert und ohne weiteren Nachweis auf 15 € pro Person bei Mehrtagesfahrten und Eigenanreise.
d) Die Berechtigung zur Benennung einer Ersatzperson gilt nur für Bustagesfahrten, Busmehrtagesfahrten und Eigenanreise. Bei Flugreisen und Schiffsreisen stellt der Wunsch des Wechsels des Reisenden stets eine Stornierung für den ursprünglichen Reisegast dar und ist P&P entsprechend zu entschädigen.

8. Reiseabbruch

Wird die Reise infolge eines Umstandes abgebrochen, der in der Sphäre des Reisenden liegt (z. B. Krankheit), so ist der Reiseveranstalter verpflichtet, bei den Leistungsträgern die Erstattung ersparter Aufwendungen zu erreichen. Dies gilt nicht, wenn völlig unerhebliche Leistungen betroffen sind oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder behördliche Bestimmungen entgegenstehen.

9. Störungen durch den Reisenden

P&P kann den Reisevertrag fristlos kündigen, wenn der Reisende trotz Abmahnung erheblich weiter stört, so dass seine weitere Teilnahme für P&P und/oder die anderen Reiseteilnehmer nicht mehr zumutbar ist. Dies gilt auch, wenn der Reisende sich nicht an sachlich begründete Hinweise hält. P&P steht in diesem Fall der Reisepreis weiter zu, soweit sich nicht ersparte Aufwendungen und Vorteile aus einer anderweitigen Verwertung der Reiseleistung(en) ergeben, Schadensersatzansprüche im übrigen bleiben unberührt.

10. Mindesteilnehmerzahl

a) Bei Nichterreichen der für die Durchführung aller Reisen erforderlichen Mindestteilnehmerzahl von 25 Personen pro Reise kann P&P erklären, dass die Reise nicht durchgeführt wird.
b) P&P wird dem Reisenden die Erklärung nach Ziffer 10a) unverzüglich nach Kenntnis der nicht erreichten Teilnehmerzahl, spätestens jedoch 4 Wochen vor Reisebeginn zukommen lassen.
c) Der Reisende kann die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn P&P in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten.
d) Der Reisende hat P&P sein Recht nach Ziffer 11c) unverzüglich nach Zugang der Erklärung von P&P geltend zu machen.
e) Macht der Reisende nicht von seinem Recht nach Ziffer 11c) Gebrauch, so ist der von dem Reisenden gezahlten Betrag unverzüglich zurückzuerstatten.
f) Für die Katalogausgaben in Leipzig gilt abweichend von Ziffer a) - e) eine Durchführungsgarantie für Busreisen.

11. Kündigung infolge höherer Gewalt

a) Erschwerung, Gefährdung oder Beeinträchtigung erheblicher Art durch nicht vorhersehbare Umstände wie Krieg, innere Unruhen, Epidemien, hoheitliche Anordnungen (z. B. Entzug der Landrechte, Grenzschließungen), Naturkatastrophen, Havarien, Zerstörungen von Unterkünften oder gleichwertige Fälle berechtigen beide Teile allein nach Maßgabe dieser Vorschrift zur Kündigung.
b) Im Falle der Kündigung kann P&P für erbrachte Leistungen oder noch zu erbringende Leistungen eine nach §315 BGB zu bemessende Entschädigung verlangen.
c) P&P ist im Kündigungsfall zur Rückbeförderung verpflichtet, falls der Vertrag die Beförderung mit umfasst. Im jedem Fall hat er die zur Durchführung der Vertragsaufhebung erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.
d) Die Mehrkosten für die Rückbeförderung, soweit diese im Vertrag mit umfasst sind, tragen die Parteien je zur Hälfte, die übrigen Mehrkosten hat der Reisende zu tragen.

12. Gewährleistung und Abhilfe

a) Sind die Reiseleistungen nicht vertragsgemäß, so kann der Reisende Abhilfe verlangen, sofern dies nicht einen unverhältnismäßig hohen Aufwand erfordert. Die Abhilfe besteht in der Beseitigung des Reisemangels bzw. einer gleichwertigen Ersatzleistung.
b) Der Reisende kann eine Herabsetzung des Reisepreises verlangen, wenn er den oder die Reisemängel unverzüglich nach Feststellung bei der örtlichen Reiseleitung, dem Reiseleiter, oder, falls ein Reiseleiter nicht erreichbar ist, bei P&P direkt anzeigt, soweit nicht erhebliche Schwierigkeiten die Mangelanzeige gegenüber P&P unzumutbar machen. Die Telefon- und Faxnummern sind in den Reiseunterlagen ersichtlich. Unterlässt der Reisende schuldhaft die Mangelanzeige, so stehen ihm keine Ansprüche auf Herabsetzung des Reisepreises zu. Ein derartiger Minderungsanspruch kann nicht auf Dritte übertragen werden (Abtretungsverbot).
c) Ist die Reise mangelhaft und leistet P&P nicht innerhalb der von dem Reisenden bestimmten angemessenen Frist Abhilfe, so kann der Reisende auch selbst Abhilfe schaffen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen. Einer Fristsetzung bedarf es nicht, wenn P&P die Abhilfe verweigert oder ein besonderes Interesse des Reisenden die sofortige Selbsthilfe erfordert.
d) Wird die Reise durch einen Mangel erheblich beeinträchtigt, so kann der Reisende eine angemessene Frist zur Abhilfe setzen. Verstreicht die Frist nutzlos, so kann der Reisende den Reisevertrag kündigen. Die Fristsetzung ist entbehrlich, wenn die Abhilfe unmöglich ist, verweigert wird oder die sofortige Kündigung durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt ist. Dies gilt entsprechend, wenn dem Reisenden die Reise infolge eines Mangels aus wichtigem und P&P erkennbaren Grund nicht zumutbar ist.
e) Bei berechtigter Kündigung kann P&P für erbrachte oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringende Leistungen eine Entschädigung verlangen. Für deren Berechnung sind der Wert der erbrachten Reiseleistungen sowie der Gesamtpreis und der Wert der vertraglich vereinbarten Leistungen maßgeblich (vgl. § 651 d BGB). Dies gilt nicht, sofern die erbrachten oder zu erbringenden Leistungen für den Reisenden kein Interesse haben. P&P hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, die infolge der Vertragsaufhebung notwendig sind. Ist die Rückbeförderung im Reisevertrag mit Inbegriffen, so hat P&P auch für diese zu sorgen und die Mehrkosten zu tragen.
f) Der Reisende kann unbeschadet der Minderung oder Kündigung Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen, es sei denn, der Mangel beruht auf einem Umstand, den P&P nicht zu vertreten hat. Ein derartiger Schadenersatzanspruch kann nicht auf Dritte übertragen werden (Abtretungsverbot).
g) Die Abtretung sämtlicher Gewährleistungs- und Schadensersatzansprüche aus dem Reisevertrag ist ausgeschlossen.

13. Haftungsbeschränkung

a) Die vertragliche Haftung von P&P für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt,
aa) soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird, oder
ab) wenn P&P für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
b) Gelten für eine von einem Leistungsträger zu erbringende Reiseleistung internationale Übereinkommen oder auf diese beruhende gesetzliche Bestimmungen, nach denen ein Anspruch auf Schadenersatz nur unter bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen geltend gemacht werden kann, so kann sich P&P gegenüber dem Reisenden auf diese Übereinkommen oder auf die darauf beruhenden gesetzlichen Bestimmungen berufen.
c) P&P haftet nicht für Leistungsstörungen im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z. B. Ausflüge, Sportveranstaltungen, Theaterbesuche etc.) und die in der jeweiligen Reiseausschreibung als Fremdleistung gekennzeichnet sind. Für die Richtigkeit der Angaben in Hotel- und Ortsprospekten, die der Eigenwerbung von Leistungsträgern dienen, können wir nicht haften. Für alle Schadensersatzansprüche des Kunden gegenüber P&P aus unerlaubter Handlung, die nicht auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit beruhen, haftet P&P für Sachschäden je Kunde und Reise in Höhe von maximal 4.000,00 €. Liegt der Reisepreis über 1.333,33 €, ist die Haftung auf den dreifachen Reisepreis beschränkt. Dem Kunden wird in diesem Zusammenhang im eigenen Interesse der Abschluss einer Reiseunfall- und Reisegepäckversicherung empfohlen.

14. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung

a) Ansprüche wegen mangelhafter Reiseleistung, nachträglicher Unmöglichkeit und wegen Verletzung von Nebenpflichten hat der Reisende innerhalb eines Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Reise gegenüber P&P geltend zumachen. Nach Ablauf dieser Frist können Ansprüche nur geltend gemacht werden, wenn der Reisende die genannte Frist ohne eigenes Verschulden nicht einhalten konnte.
b) Ansprüche des Reisenden wegen mangelhafter Reiseleistung, nachträglicher Unmöglichkeit und der Verletzung von Nebenpflichten verjähren in 2 Jahren nachdem vertraglich vorgesehenem Reiseende. Nach Ablauf dieser Frist können Ansprüche nur geltend gemacht werden, wenn der Reisende die genannte Frist ohne eigenes Verschulden nicht einhalten konnte.
c) Macht der Reisende nach vertraglich vorgesehenem Reiseende Ansprüche innerhalb eines Monates geltend, so ist die Verjährung solange gehemmt, bis P&P die Ansprüche schriftlich zurückweist.

15. Pass-, Visa- und gesundheitspolizeiliche Formalitäten

a) P&P weißt auf Pass-, Visumserfordernisse einschließlich der Fristen zur Erlangung dieser Dokumente und gesundheitspolizeiliche Formalitäten in dem von P&P herausgegebenen und dem Reisenden zur Verfügung gestellten Prospekt oder durch Unterrichtung vor Buchung einschließlich zwischenzeitlicher Änderungen insbesondere vor Vertragsabschluss und vor Reisebeginn hin, die für das jeweilige Reiseland für deutsche Staatsbürger ohne Besonderheiten wie Doppelstaatsbürgerschaften etc. gelten.
b) Bei pflichtgemäßer Erfüllung der Informationspflicht durch P&P hat der Reisende die Voraussetzungen zu schaffen, sofern sich nicht P&P ausdrücklich zur Beschaffung der Visa oder Bescheinigungen etc. verpflichtet hat.
c) Entstehen z. B. infolge fehlender persönlicher Voraussetzungen für die Reise Schwierigkeiten, die auf das Verhalten des Reisenden zurückzuführen sind (z. B. keine Beschaffung des erforderlichen Visum), so kann der Reisende nicht kostenfrei zurücktreten oder einzelne Reiseleistungen folgenlos in Anspruch nehmen. Insofern gilt Ziffer 6 (Stornierung) und Ziffer 9 (Reiseabbruch infolge von Gründen, die der Reisende zu vertreten hat) entsprechend.

16. Gerichtsstand

a) Der Reisende kann P&P nur an dessen Sitz verklagen.
b) Für Klagen von P&P gegen den Reisenden ist der Wohnsitz des Reisenden maßgeblich, es sei denn, dass die Klage sich gegen Personen richtet, die nach Abschluss des Vertrages ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt haben oder deren Wohnort oder gewöhnlicher Aufenthaltsort im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. In diesen Fällen ist der Sitz von P&P maßgeblich.
c) Für Klagen von P&P gegen Vollkaufleute (Firmen bzw. Agenturen) ist ebenfalls der Sitz von P&P der Gerichtsstand.

17. Allgemeine Bestimmungen

Sämtliche Angaben in unseren Prospekten entsprechen dem Stand bei Drucklegung. Die Berichtigung von Druck- oder Rechenfehlern behält sich P&P vor. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen begründet grundsätzlich nicht die Unwirksamkeit des Reisevertrages im übrigen.


AGB zum lesen als PDF-Dokument.

Polster & Pohl Reisen GmbH & Co. KG
vertreten durch die phG Polster & Pohl Verwaltungsgesellschaft mbH
(AG Leipzig HRB 21652)
Sitz: Leipzig, Amtsgericht Leipzig HRA 14714
Geschäftsführer: Christian Pohl, Daniel Polster

Friedrich-Ebert-Straße 33
04109 Leipzig
Tel.: (03 41) 26 17 - 0
Fax: (03 41) 26 17 - 3 30
info@polster-pohl.de

NEWSLETTER
Bleiben Sie mit unserem kostenlosen Newsletter immer auf dem neuesten Stand und profitieren Sie von unseren speziellen Angeboten!